Altersvorsorge

Ärzte und Versorgungswerk: reicht das?

Ärzte und Versorgungswerk — Vorsorgeberatung in Erlangen

Das Versorgungswerk gilt in der Berufsgruppe als erledigte Sache. Man zahlt ein, es kommt etwas heraus, damit ist das Thema abgehakt. Diese Einschätzung ist nachvollziehbar und in den meisten Fällen zu knapp.

Was das Versorgungswerk leistet

Es ist eine berufsständische Pflichtversorgung mit einer Leistung, die über der gesetzlichen Rente vergleichbarer Einkommen liegt. Wer über Jahrzehnte Höchstbeiträge zahlt, kommt auf eine solide Grundversorgung. Das ist ein Vorteil gegenüber vielen anderen Selbstständigen, und er sollte nicht kleingeredet werden.

Aber es ist eine Leistung, die von Annahmen abhängt. Die Versorgungswerke arbeiten mit Rechnungszinsen und Sterbetafeln, und beide sind in den vergangenen Jahren mehrfach angepasst worden. Die Prognose aus der Mitteilung ist keine Zusage.

Die drei Punkte, die geprüft gehören

Erstens die Höhe. Rechnen Sie die prognostizierte Leistung gegen Ihren tatsächlichen Bedarf. Der ist bei Ärztinnen und Ärzten oft höher als der Durchschnitt, weil das Einkommensniveau während des Berufslebens höher lag und die Lebenshaltung sich daran orientiert hat. Eine Versorgungsquote von 50 oder 60 Prozent des letzten Einkommens klingt gut und bedeutet trotzdem einen erheblichen Einschnitt.

Zweitens die Angehörigen. Hinterbliebenenleistungen sind je nach Versorgungswerk unterschiedlich ausgestaltet und in manchen Fällen deutlich knapper, als Familien annehmen. Das ist der Punkt, an dem es im Ernstfall wehtut — und er lässt sich in zehn Minuten aus der Satzung klären.

Drittens die Berufsunfähigkeit. Die Versorgungswerke leisten in der Regel bei vollständiger Berufsunfähigkeit. Wer teilweise nicht mehr arbeiten kann, fällt oft heraus. Gerade in operativen Fächern ist das ein realistisches Szenario, das über die Altersvorsorge hinausgeht.

Wo in Erlangen die Gespräche meist anfangen

Bei der Frage, ob sich zusätzliche Vorsorge steuerlich überhaupt lohnt. Sie lohnt sich, aber nicht überall gleich — und die Reihenfolge ist entscheidend.

Was in der Praxis regelmäßig vorkommt: Jemand zahlt seit Jahren in mehrere Verträge ein, die zu unterschiedlichen Zeitpunkten von unterschiedlichen Beratern abgeschlossen wurden. Zusammen ergibt das keine Struktur, sondern eine Ansammlung. Bevor etwas Neues dazukommt, gehört das auf einen Tisch.

Und ein zweiter Punkt, der überrascht: Viele wissen nicht, ob sie freiwillig höhere Beiträge ins Versorgungswerk zahlen können und was das bringen würde. Das ist oft die erste Prüfung, bevor über andere Wege gesprochen wird.

Das Altersvorsorgedepot als Ergänzung

Ab Januar 2027 steht mit dem Altersvorsorgedepot ein geförderter Baustein zur Verfügung, der auch für Selbstständige und Freiberufler offensteht. Die Zulagen sind für Familien mit Kindern spürbar, die Ausgestaltung flexibler als bei den alten Riester-Produkten. Die Einzelheiten stehen unter Altersvorsorgedepot 2027.

Ob das im Einzelfall der richtige Weg ist, hängt von der Steuersituation ab — bei hohen Einkommen wirken andere Instrumente teils stärker. Das ist eine Rechnung, keine Meinungsfrage.

Bis zum Start können sich Einzelheiten noch ändern. Dieser Artikel ersetzt keine steuerliche Beratung.

Was Sie zusammensuchen sollten

Die aktuelle Mitteilung des Versorgungswerks mit der Prognose. Die Satzung, insbesondere die Abschnitte zu Hinterbliebenen und Berufsunfähigkeit. Und eine Aufstellung aller bestehenden Verträge.

Der Überblick über die Vorsorgebausteine steht unter Altersvorsorge.

Wenn Sie wissen wollen, wo die Lücke tatsächlich liegt, sehen wir uns die Zahlen gemeinsam an. Gespräch vereinbaren

May-Finanz · Matthias May — Gesellschafts- & produktunabhängig · seit 2006

Dieser Artikel wurde mit Unterstützung von KI erstellt.

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