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ETF selbst kaufen oder beraten lassen?

ETF selbst kaufen oder beraten lassen? · May-Finanz

Ein ETF-Depot lässt sich heute in zwanzig Minuten eröffnen. App laden, Ausweis vor die Kamera halten, Sparplan anlegen. Viele unserer Kunden haben genau so angefangen, und das war kein Fehler. Die Frage, ob man dafür einen Berater braucht, ist trotzdem berechtigt. Unsere ehrliche Antwort: für den Kauf selbst nicht. Für das, was danach kommt, oft schon.

Was Sie selbst gut schaffen

Wer einen breit gestreuten ETF auf den Weltaktienmarkt kauft, einen Sparplan einrichtet und ihn zwanzig Jahre laufen lässt, braucht keine Hilfe. Die Kosten sind niedrig, die Abwicklung ist einfach, und viele Neobroker führen Sparpläne ohne Ordergebühr aus. Wenn Sie wissen, was Sie wollen, und sich an Ihren Plan halten, ist das ein guter Weg.

Wo es in der Praxis hakt

In unseren Gesprächen sehen wir selten Depots, die schlecht gekauft wurden. Wir sehen Depots, die niemand mehr ansieht. Einige Beobachtungen wiederholen sich dabei so oft, dass wir sie inzwischen erwarten.

Da sind mehrere Fonds mit fast demselben Inhalt. Ein MSCI World, ein FTSE All-World, dazu ein Nachhaltigkeits-ETF, der ebenfalls überwiegend aus den großen US-Konzernen besteht. Das sieht nach Streuung aus und ist im Kern dreimal dieselbe Wette.

Oft passt auch die Aufteilung von damals nicht mehr. Wer 2019 mit 100 Euro im Monat gestartet ist, hat heute vielleicht ein Haus gekauft, Kinder bekommen oder geerbt. Das Depot weiß davon nichts.

Und dann gibt es die Entscheidung in unruhigen Wochen. Einen Sparplan anzulegen ist leicht. Ihn laufen zu lassen, wenn das Depot 25 Prozent im Minus steht, ist schwer. Hier entstehen die teuersten Fehler, und sie passieren fast immer allein, abends am Handy.

Die Auswahl entscheidet mehr als die Kosten

Wer selbst kauft, schaut meist zuerst auf die laufenden Kosten, die TER. Das ist verständlich, weil man sie leicht vergleichen kann. Ob ein ETF 0,12 oder 0,20 Prozent im Jahr kostet, macht über zwanzig Jahre bei einem normalen Sparplan einige hundert Euro aus. Welche Märkte im Depot liegen, entscheidet dagegen über ganz andere Beträge.

Der MSCI World besteht zu rund 70 Prozent aus US-Aktien, und wenige Technologiewerte bestimmen einen großen Teil seiner Entwicklung. Im Beitrag Wie viel USA und Technik steckt im MSCI World? haben wir das aufgeschlüsselt. Ob diese Gewichtung die nächsten zwanzig Jahre so trägt, weiß niemand, und wir geben dazu keine Prognose ab. Wir schauen aber regelmäßig nach, ob die Aufteilung noch zu Ihren Zielen passt, und passen sie nach festen Regeln an statt nach Bauchgefühl. Wie unsere ETF-Strategien aufgebaut sind, lesen Sie auf der Themenseite.

Was eine Beratung kostet

Hier lohnt ein genauer Blick, denn Beratung ist nicht gleich Beratung. Bei der Hausbank läuft sie häufig über hauseigene Fonds mit Ausgabeaufschlag und höheren laufenden Kosten. Bei uns wird die ETF-Strategie über eine Servicevereinbarung vergütet, nicht über Produktprovisionen. Wie hoch diese Vergütung ist, legen wir vor jeder Entscheidung offen. Sie können dann selbst rechnen, ob Ihnen die Betreuung das wert ist.

Deshalb beschreiben wir uns als gesellschafts- & produktunabhängig: Wir sind an keine Fondsgesellschaft gebunden und müssen kein bestimmtes Produkt verkaufen.

Das Depot steht selten allein

Neben dem ETF-Depot gibt es meist eine Betriebsrente, einen älteren Riester-Vertrag, vielleicht einen Bausparvertrag oder eine Immobilie. Ab 2027 kommt das Altersvorsorgedepot hinzu, in dem ETFs mit staatlichen Zulagen bespart werden können. Für manche Anleger ist es sinnvoll, einen Teil des bisherigen Sparplans dorthin zu lenken, für andere nicht. Das hängt von Einkommen, Kinderzahl und Anlagedauer ab. Solche Fragen tauchen in keinem Menü einer Broker-App auf.

Zwischen Hausbank und App

Die Hausbank berät persönlich, verkauft aber eigene, oft teure Produkte. Der Neobroker ist günstig, kennt Ihre Lage aber nicht. Wir arbeiten dazwischen: persönliche Beratung, ETFs zu niedrigen Kosten und ein Depot, das auf Ihren Namen läuft. Sie müssen dafür kein Fachmann werden. Ein Gespräch, eine Aufteilung, und danach schaut jemand regelmäßig drauf, ob sie noch stimmt.

Wer schon ein Depot hat, muss es dafür nicht auflösen. Oft reicht ein gemeinsamer Blick, um zu sehen, ob es so bleiben kann.

Ihr ETF-Depot gemeinsam ansehen

Postbauer-Heng ist seit 2006 unser Sitz, und auch hier im Ort betreuen wir Kunden. Gemeinsam sehen wir uns Ihr bestehendes Depot oder Ihren Sparplan an und klären, ob Sie allein gut weiterkommen oder ob eine laufende Betreuung zu Ihnen passt.

Sie wohnen in Postbauer-Heng und möchten Ihr ETF-Depot mit uns besprechen? Wir empfangen Sie in unserem Büro in der Marienstraße oder kommen nach Vereinbarung zu Ihnen. Auch ein Videogespräch ist möglich.

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May-Finanz · Matthias May — Gesellschafts- & produktunabhängig · seit 2006

Fachlich geprüft von Matthias May · zuletzt aktualisiert am 30.09.2026

Über den Autor: Matthias May ist Inhaber von May-Finanz, gesellschafts- und produktunabhängige Finanzberatung seit 2006 mit Sitz in Postbauer-Heng. Zugelassen als Finanzanlagenvermittler (§ 34f GewO), Versicherungsmakler (§ 34d GewO), Immobiliardarlehensvermittler (§ 34i GewO) und Darlehensvermittler (§ 34c GewO).

Risikohinweis: Geldanlagen unterliegen Wertschwankungen und können zu Verlusten führen. Wertverluste bis zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals sind möglich. Frühere Wertentwicklungen sind kein verlässlicher Indikator für zukünftige Ergebnisse. Die Inhalte dieser Website dienen ausschließlich allgemeinen Informationszwecken und stellen keine Anlageberatung, keine Kaufempfehlung und keine Rechts- oder Steuerberatung dar.

Dieser Artikel wurde mit Unterstützung von KI erstellt.

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