Geldanlage

Mittelfristig anlegen: 5 bis 10 Jahre

Mittelfristig anlegen über fünf bis zehn Jahre — Beratung in Altdorf

Für kurzfristiges Geld gibt es eine klare Antwort: Tagesgeld. Für langfristiges auch: breit gestreut in Aktien, durchhalten, nicht hinschauen. Dazwischen liegt ein Bereich, für den es keine Standardantwort gibt — und in dem die meisten Fehler passieren.

Warum der mittlere Bereich schwierig ist

Fünf bis zehn Jahre sind zu lang, um das Geld auf dem Tagesgeldkonto liegen zu lassen. Bei zwei Prozent Inflation verliert es spürbar an Kaufkraft, und über sieben oder acht Jahre summiert sich das.

Gleichzeitig sind fünf bis zehn Jahre zu kurz, um Schwankungen sicher aussitzen zu können. Wer 2007 voll in Aktien ging und das Geld 2012 brauchte, hatte ein Problem. Nicht weil die Anlage falsch war, sondern weil der Zeitpunkt festgelegt war.

Das Entscheidende ist deshalb nicht die Höhe des Aktienanteils, sondern ob der Termin verschiebbar ist. Wer den Hauskauf notfalls um zwei Jahre verschieben kann, hat andere Möglichkeiten als jemand, dessen Kind in sechs Jahren mit dem Studium beginnt.

Was in diesem Bereich funktioniert

Ein gemischter Ansatz mit begrenztem Aktienanteil. Je näher der Termin, desto niedriger. Bei zehn Jahren Abstand kann der Aktienanteil deutlich höher liegen als bei fünf.

Dazu ein Abbau über die Zeit: Wer heute für einen Bedarf in acht Jahren anlegt, fährt den Aktienanteil in den letzten zwei bis drei Jahren schrittweise herunter. Damit hängt das Ergebnis nicht mehr davon ab, wie der Markt ausgerechnet im Zielmonat steht.

Der Rest gehört in verzinste Anlagen mit passender Laufzeit — Festgeld, Geldmarktfonds oder kurzlaufende Anleihen, je nachdem wie flexibel es bleiben muss.

Wertentwicklungen der Vergangenheit sind kein verlässlicher Indikator für die Zukunft. Kursverluste sind möglich.

Ein Rechenbeispiel zur Größenordnung

Wer 60.000 Euro für einen Bedarf in acht Jahren anlegt und zur Hälfte in Aktien geht, hat 30.000 Euro, die schwanken können. Ein Rückgang von 30 Prozent auf diesen Teil bedeutet vorübergehend 9.000 Euro weniger im Gesamtbestand. Die Frage ist nicht, ob das schmerzt — sie lautet, ob Sie in dieser Lage den Termin verschieben können.

Die Berechnung beruht auf angenommenen Werten und ist ein Rechenbeispiel. Tatsächliche Ergebnisse können deutlich abweichen.

Was in der Praxis dahintersteckt

In Altdorf und den Nachbarorten sind es meistens drei Anlässe: eine Immobilie in einigen Jahren, das Studium der Kinder, oder ein Betrieb, der übergeben werden soll und bei dem eine Summe frei wird.

Bei allen dreien gilt dasselbe: Der Termin ist der Ausgangspunkt, nicht die Renditeerwartung. Und in allen drei Fällen erlebe ich regelmäßig, dass das Geld jahrelang auf dem Girokonto liegt, weil niemand die Entscheidung treffen wollte. Auch das ist eine Entscheidung — nur eine, die still Geld kostet.

Der Fehler in beide Richtungen

Zu vorsichtig: alles auf Tagesgeld, weil der Termin feststeht. Über acht Jahre ist der Kaufkraftverlust dann größer als das Schwankungsrisiko, das man vermeiden wollte.

Zu offensiv: der volle Aktienanteil, weil acht Jahre sich lang anfühlen. Sie sind es nicht, wenn der Termin nicht verschiebbar ist.

Der brauchbare Weg liegt dazwischen und hängt an einer einzigen Frage, die im Gespräch immer als erste kommt: Was passiert, wenn Sie den Termin um zwei Jahre schieben müssten?

Die Grundlagen zur Depotstruktur stehen unter ETF-Strategie. Für langfristige Vorsorge gelten andere Regeln — die stehen unter Altersvorsorgedepot 2027.

Wenn Sie einen konkreten Termin vor Augen haben, rechnen wir die passende Aufteilung gemeinsam durch. Gespräch vereinbaren

May-Finanz · Matthias May — Gesellschafts- & produktunabhängig · seit 2006

Dieser Artikel wurde mit Unterstützung von KI erstellt.

Fragen zu Ihrer Geldanlage?

Ein erstes Gespräch ist unverbindlich und kostenfrei.

Gespräch vereinbaren