„Ich habe doch einen MSCI World, ich bin breit gestreut.“ Diesen Satz hören wir sehr oft, wenn wir mit Kunden auf ihr ETF-Depot schauen. Er klingt vernünftig. Ob er stimmt, zeigt ein Blick in den Index.
Was im MSCI World wirklich steckt
Der Name verspricht die Welt. Tatsächlich enthält der MSCI World 1.249 Unternehmen aus 23 Industrieländern. Davon entfallen 72,94 Prozent auf die USA. Technologiewerte machen 31,78 Prozent aus, und die zehn größten Unternehmen, angeführt von Nvidia, Apple und Microsoft, bringen es zusammen auf 27,85 Prozent.
Quelle: MSCI World Index, Factsheet, Stand 30.09.2026
Gar nicht enthalten sind die Schwellenländer: China, Indien, Taiwan, Südkorea, Brasilien und weitere. Wer nur einen MSCI World im Depot hat, besitzt von diesen Märkten nichts.
Viele unserer Kunden in Roth sparen seit Jahren Monat für Monat in genau so einen ETF, oft eingerichtet beim ersten Gehalt und seither nicht mehr angesehen. Das ist ein guter Anfang. Breit gestreut im Sinn von „die ganze Welt“ ist es nicht.
Wie sich der Index zusammensetzt, steht mit Zahlen vom 31.08.2026 auch im Beitrag Wie viel USA und Technik steckt im MSCI World?
Warum das für Ihr Depot zählt
Ein Depot mit drei Vierteln USA hängt stark an einem Land, einer Währung und wenigen großen Technologiekonzernen. Das ging in den vergangenen Jahren oft gut. Welche Region in den nächsten Jahren vorn liegt, weiß niemand: Zwischen 2001 und 2025 lagen die Schwellenländer in 14 von 25 Jahren vor den Industrieländern, in den anderen Jahren dahinter.
Quelle: Dimensional, Quick Take 09/2026
Dazu kommt eine Beobachtung aus unseren Depotanalysen: Neben dem MSCI World liegt häufig ein Themen-ETF, der über Social Media ins Depot kam, etwa zu Künstlicher Intelligenz. Dann steckt in denselben Unternehmen gleich doppelt Geld, ohne dass es jemand geplant hätte.
So stellen Sie Ihr Depot breiter auf
Es gibt zwei einfache Wege. Entweder ein Weltindex, der die Schwellenländer schon enthält: Der MSCI ACWI umfasst 2.414 Unternehmen aus 23 Industrie- und 24 Schwellenländern, der USA-Anteil liegt dort bei 64,21 Prozent.
Quelle: MSCI ACWI Index, Factsheet, Stand 30.09.2026
Oder Sie behalten Ihren MSCI World und ergänzen einen eigenen Schwellenländer-ETF. Dann legen Sie die Gewichtung selbst fest und können sie später anpassen. Wir bauen Depots meist aus mehreren solchen Bausteinen, damit jede Region einen bewussten Platz hat. Mehr dazu auf unserer Seite zur Geldanlage mit ETF.
Was Sie davon haben
Sie wissen, wie breit Ihr Depot tatsächlich gestreut ist. Sie entscheiden bewusst, wie viel USA und wie viel Technologie Sie tragen wollen, statt es dem Index zu überlassen. Und Sie erkennen doppelte Positionen, bevor sie Ihr Depot einseitig machen.
Für die Umsetzung brauchen Sie wenig: Ein bestehender Sparplan lässt sich ergänzen, ohne dass Sie etwas verkaufen müssen.
Was Sie wissen sollten
Mehr Länder heißt nicht automatisch weniger Technologie. Im Schwellenländer-Index liegen Taiwan und Südkorea zusammen bei rund der Hälfte, Technologiewerte bei 43,78 Prozent, vor allem durch die großen Chiphersteller.
Quelle: MSCI Emerging Markets Index, Factsheet, Stand 30.09.2026
Schwellenländer schwanken oft stärker, dazu kommen Währungen und politische Risiken. Eine Ergänzung macht das Depot breiter, nicht risikolos. Wie hoch der Anteil sein sollte, hängt von Ihrem Anlagehorizont und Ihrer übrigen Geldanlage ab, etwa davon, ob daneben ein Altersvorsorgedepot oder Gold eine Rolle spielt.
Ihr ETF-Depot gemeinsam ansehen
Roth ist für viele unserer Kunden der Arbeitsort, für manche der Wohnort, und wir begleiten dort seit Jahren Anleger. Gemeinsam schauen wir, was in Ihrem Depot steckt, wo sich Unternehmen doppeln und welche Ergänzung zu Ihren Zielen passt. Einen Überblick über unsere Arbeit in der Geldanlage finden Sie auf unserer Website, Informationen für Roth auf unserer Seite für Roth.
Sie wohnen in Roth und möchten Ihr ETF-Depot mit uns durchgehen? Wir empfangen Sie in unserem Büro in Postbauer-Heng oder kommen nach Vereinbarung zu Ihnen. Auch ein Videogespräch ist möglich.
Frühere Wertentwicklungen sind kein verlässlicher Indikator für zukünftige Ergebnisse. Die Indexangaben beziehen sich auf den genannten Stichtag und ändern sich laufend.
May-Finanz · Matthias May — Gesellschafts- & produktunabhängig · seit 2006
Fachlich geprüft von Matthias May · zuletzt aktualisiert am 21.10.2026
Über den Autor: Matthias May ist Inhaber von May-Finanz, gesellschafts- und produktunabhängige Finanzberatung seit 2006 mit Sitz in Postbauer-Heng. Zugelassen als Finanzanlagenvermittler (§ 34f GewO), Versicherungsmakler (§ 34d GewO), Immobiliardarlehensvermittler (§ 34i GewO) und Darlehensvermittler (§ 34c GewO).
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Dieser Artikel wurde mit Unterstützung von KI erstellt.