Geldanlage

Vermögensaufbau mit ETF: der erste Schritt

Vermögensaufbau mit ETF — der erste Schritt, Beratung in Roth

Die meisten scheitern nicht an der Auswahl. Sie scheitern daran, dass sie zu lange nach der besten Auswahl suchen. Zwischen dem Entschluss „ich sollte etwas tun“ und dem ersten tatsächlichen Sparplan liegen bei vielen Jahre — und diese Jahre sind der teuerste Teil der ganzen Sache.

Was vor dem ersten Euro kommt

Nicht die Fondsauswahl. Der Puffer.

Drei bis sechs Monatsausgaben auf einem Tagesgeldkonto, jederzeit verfügbar. Nicht angelegt, nicht gebunden, nicht renditeoptimiert. Das klingt nach verschenktem Geld und ist die Voraussetzung dafür, dass alles Weitere funktioniert. Wer keinen Puffer hat, muss bei der ersten größeren Rechnung Anteile verkaufen — und das passiert erfahrungsgemäß genau dann, wenn die Kurse gerade unten sind.

Der zweite Punkt vor dem Start: teure Schulden abbauen. Ein Dispokredit mit zweistelligem Zinssatz kostet mehr, als eine Geldanlage im Schnitt einbringt. Das ist keine Frage der Einschätzung, das ist Rechnen.

Die Rate, nicht der Betrag

Wie viel Sie anfangen, ist weniger wichtig als dass Sie es dauerhaft durchhalten. Fünfzig Euro im Monat, die zwanzig Jahre laufen, sind mehr wert als dreihundert Euro, die nach acht Monaten wieder gestoppt werden, weil sie zu knapp kalkuliert waren.

Setzen Sie die Rate deshalb so an, dass sie auch in einem schlechten Monat stehenbleibt. Erhöhen können Sie später jederzeit — das ist der einfachere Weg als das Herunterfahren, weil letzteres sich wie ein Rückschritt anfühlt und oft zum Abbruch führt.

Der Fehler, den ich am häufigsten sehe

In Gesprächen in Roth und den umliegenden Orten begegnet mir regelmäßig dieselbe Konstellation: Jemand hat sich monatelang eingelesen, kennt Kostenquoten, Replikationsmethoden und Steuerdetails — und hat noch keinen einzigen Euro angelegt. Das Wissen ist da, die Entscheidung nicht.

Der umgekehrte Fehler ist seltener, aber teurer: sofort loslegen mit fünf verschiedenen Positionen, weil jede einzeln überzeugend klang. Nach zwei Jahren steht ein Depot, in dem sich drei Fonds inhaltlich überschneiden und niemand mehr weiß, warum was drin ist.

Ein breit gestreuter Baustein, verstanden und durchgehalten, schlägt fünf, die man nicht erklären kann.

Wie lange, ist wichtiger als was

Über ein Jahr betrachtet ist der Aktienmarkt nicht einzuschätzen. Über fünfzehn Jahre haben breit gestreute Anlagen bisher jede Durststrecke aufgeholt. Das ist keine Zusage für die Zukunft, aber es ist der Grund, warum die erste Frage im Gespräch nie lautet „welcher Fonds“, sondern „wann brauchen Sie das Geld“.

Wer in drei Jahren ein Haus kaufen will, gehört nicht in einen Aktienfonds. Wer für die Zeit ab 60 vorsorgt und heute 35 ist, kann Schwankungen aussitzen.

Wertentwicklungen der Vergangenheit sind kein verlässlicher Indikator für die Zukunft. Kursverluste sind möglich.

Was danach kommt

Wenn der Sparplan läuft, ist der schwierigste Teil geschafft. Was dann noch zu tun ist: einmal im Jahr draufschauen, ob die Aufteilung noch stimmt, und die Rate anpassen, wenn sich das Einkommen ändert. Mehr nicht. Häufigeres Eingreifen verbessert das Ergebnis nicht — es verschlechtert es in aller Regel.

Die Grundlagen zur Depotstruktur stehen unter ETF-Strategie. Wer zusätzlich den geförderten Weg nutzen will, findet die Regeln unter Altersvorsorgedepot 2027 — ab Januar 2027 lässt sich beides nebeneinander betreiben.

Der erste Schritt

Er besteht nicht darin, den richtigen Fonds zu finden. Er besteht darin, Puffer und Anlagedauer zu klären und dann anzufangen — mit einem Betrag, der sich nicht nach Verzicht anfühlt.

Wenn Sie wissen wollen, wo Sie stehen und womit Sie beginnen sollten, klären wir das in einem Gespräch. Gespräch vereinbaren

May-Finanz · Matthias May — Gesellschafts- & produktunabhängig · seit 2006

Dieser Artikel wurde mit Unterstützung von KI erstellt.

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